Vorschau
Freitag, 28. Juni 2019, 20.00 Uhr
YOU WERE NEVER REALLY HERE
A Beautiful Day

Die Schottin Lynne Ramsay gilt als eine der talentiertesten Regisseurinnen der Gegenwart. Ihre Filme mögen zwar immer noch hauptsächlich im Kreis eingeweihter Cinephiler bekannt sein, nicht wenige zählen Ramsay dafür zu den besten derzeit aktiven Filmemachern - männlich wie weiblich. Joaquin Phoenix spielt in ihrem jüngsten Film You Were Never Really Here - der 2017 in Cannes minutenlange Standing Ovations bekam - eine Art Söldner, einen innerlich zerrissenen Mann, der mit rücksichtslosen Methoden Kinder reicher, mächtiger Männer aus den Fängen von Menschenhändlern und Zuhältern befreit. Der Plot dreht sich um ein Konzept von Jugend, hier als gnadenlos ausgebeutetes Kapital. Es ist Ramsays mit Abstand brachialster Film - wenn sich auch wie im Vorgänger die exzessive Gewalt fast immer außerhalb des Bildausschnitts abspielt. „You Were Never Really Here ist eine erneute Meisterleistung und eine weitere Präzisierung ihres assoziativen Stils” (epd Film.)

Der Film wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Preis für den besten Darsteller (Joaquin Phoenix) und das beste Drehbuch beim Festival in Cannes sowie mit dem British Independent Film Award für die beste Filmmusik.

Großbritannien 2017 Mit Joaquin Phoenix, Judith Roberts, Ekaterina Samsonov Drehbuch, Regie: Lynne Ramsay Musik: Jonny Greenwood (Radiohead) Originalversion mit Untertiteln


Freitag, 12. Juli 2019, 20.00 Uhr
HIGH LIFE

In denTiefen des Weltalls. Jenseits unseres Sonnensystems. Monte (Robert Pattinson) und seine Tochter Willow (Jessie Ross) leben zusammen an Bord eines Raumschiffs. Sie sind die einzigen Überlebenden einer Crew aus verurteilten Schwerverbrechern, die sich mit dieser Mission ohne Rückkehr von ihren Strafen freikaufen wollten und an Bord mit Experimenten der wahnsinnigen Reproduktionswissenschaftlerin Dibs (Juliette Binoche) gequält wurden. In völliger Isolation nähern sich Vater und Tochter ihrem letzten und unausweichlichen Ziel - dem Schwarzen Loch, dem Ende von Zeit und Raum.

Claire Denis’ erster englischsprachiger Film will weder den klassischen Genre-Standards entsprechen, noch der Tradition experimenteller Filmsprache im Stil Tarkowskis. Für das visuelle Design des Schwarzen Lochs holte sie sich die Expertise des renommierten Konzeptkünstlers Olafur Eliasson.

Der Film High Life wurde ausgezeichnet mit dem Fipresci- Kritikerpreis beim Internationalen Filmfestival in San Sebastián und mit dem Preis für die beste Musik beim Festival in Gent.

USA / Deutschland / Frankreich 2018
Mit Robert Pattinson, Juliette Binoche, Lars Eidinger
Regie: Claire Denis
Musik: Stuart A. Staples (Tindersticks)
Originalversion mit Untertiteln